"Religionsunterricht gibt Orientierung fürs Leben"

Fastenhirtenbrief von Bischof Heinz Josef Algermissen
Im Folgenden lesen Sie den Fastenhirtenbrief von Bischof Heinz Josef Algermissen aus dem Bistum Fulda:„Sicher kann der Religionsunterricht nicht ersetzen, was an Glaubenspraxis in Familie und Gemeinde einzuüben ist. Aber im Rahmen des Bildungsauftrags der Schule macht er mit der christlichen Tradition vertraut, die unser Land und Europa geprägt hat und den Kern unserer Kultur bildet.“ Dies hebt Bischof Heinz Josef Algermissen in seinem diesjährigen Fastenhirtenbrief an die Gemeinden in seiner Diözese hervor, der sich unter dem Motto „Er saß mitten unter den Lehrern“ (Lk 2, 46) dem Thema Religionsunterricht widmet. Der Oberhirte betont darin, daß der schulische Religionsunterricht Kinder und Jugendliche bei ihrer Suche nach Orientierung für das Leben fördere. Dies gelinge dort am besten, wo Religion nicht distanziert, sondern ganzheitlich dargeboten und didaktisch angemessen unterrichtet werde.
Christsein sei keinem in die Wiege gelegt, man müsse es vielmehr erst im Lauf des Lebens erlernen, gibt Bischof Algermissen am Anfang seines Hirtenbriefs zu bedenken. Diese uralte Einsicht gelte bis heute. Der frühchristliche Konvertit und Schriftsteller Tertullian habe sie schon im 2. Jahrhundert nach Christus auf eine prägnante Formel gebracht: „Christ wird man, man ist es nicht von Geburt an.“ Wer schon als Kind die Gnade und Gabe der Taufe empfangen habe, der stehe als Jugendlicher und Erwachsener vor der Aufgabe, das Christsein zu erlernen, und wer sich erst im Jugend- oder Erwachsenenalter zur Taufe entscheide, werde den christlichen Glauben im Vorfeld kennenlernen und einüben. „In jedem Fall also geht es darum, sich das Geschenk des Glaubens mit Kopf, Herz und Hand zu Eigen zu machen und im Leben zu verwirklichen."
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Den vollständigen Hirtenbrief können Sie über den unten angeführten Link abrufen.











