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Erzbistum Freiburg Bild: © 02.03.09 Seite drucken

"Damit der Glaube wächst"

Erzbischof Robert Zollitsch, Erzbistum Freiburg
© Erzbistum Freiburg

Fastenhirtenbrief von Erzbischof Zollitsch

Erzbischof Robert Zollitsch hat die Christen zu einem intensiven und kreativen Engagement für die Weitergabe des Glaubens ermutigt. Die Gläubigen sollten verstärkt über ihre Sendung nachdenken und auch neue Wege gehen, um Menschen mit Jesus Christus in Berührung zu bringen, schreibt er in seinem diesjährigen Fastenhirtenbrief. Das Hirtenwort steht unter der Überschrift „Damit der Glaube wächst“ und richtet das Augenmerk besonders auf das Wirken des Völkerapostels Paulus.

Zollitsch erinnert daran, dass man sich mit den Pastoralen Leitlinien „Den Aufbruch gestalten“ in der Erzdiözese Freiburg dafür entschieden habe, eine missionarische, „man könnte auch sagen: eine stärker paulinische Kirche zu werden“. Das bedeute neu zu entdecken, dass es „unsere Berufung, ja unsere Identität als Christen“ sei, das Evangelium zu leben und zu verkünden. Nachdem man sich in den letzten Jahren notwendigerweise viel mit strukturellen Fragen der Kirche beschäftigt habe, gehe es jetzt darum, der neu aufgebrochenen Sehnsucht nach Lebendigkeit im Glauben und spiritueller Vertiefung mit Kreativität, Fantasie und Freude nachzugehen.

Ganz konkret regt der Freiburger Erzbischof an, in den Pfarreien und Seelsorgeeinheiten sowie in den Geistlichen Gemeinschaften und Verbänden „Paulus-Gruppen“ zu bilden. Vom Apostel Paulus könne man lernen, schreibt Zollitsch, dass die Verkündigung des Evangeliums am besten in Zusammenarbeit gelingt. In diesem Sinn versteht er darunter Gruppen, die dazu beitragen, „dass wir uns gegenseitig im Glauben bestärken, mehr und mehr von einer ansteckenden Dynamik erfasst werden und kreativ neue Wege der Glaubensweitergabe gehen“.

Es gelte, im persönlichen Umfeld geduldig und einfühlsam Ansatzpunkte zu finden, um vom eigenen Glauben zu erzählen, „andere dafür aufzuschließen und neugierig zu machen“. Verwandte, Freunde, Nachbarn und Berufskollegen hat der Erzbischof dabei ebenso im Blick wie Menschen, die mit der Kirche und ihrem Erscheinungsbild nicht zurecht kommen, aber Interesse an Christus und am Glauben haben. Wichtig dabei ist, das betont Erzbischof Zollitsch ausdrücklich: „Es geht nicht zuerst darum, neue Mitglieder für unsere Gruppen und Kreise zu gewinnen, sondern Menschen für den Glauben an Christus!“

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