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Verkündigung des Herrn Bild: ©  Seite drucken

Ankündigung der Geburt Christi

Fra Angelico: Verkündigung an Maria, Fresko im Konvent von San Marco in Florenz
© Fra Angelico, Verkündigung an
Maria, Fresko im Konvent
von San Marco in Florenz
Das Fresco von Fra Angelico im Konvent von San Marco in Florenz zeigt die Verkündigung des Engels Gabriel an Maria.

Am 25. März gedenken Christen der Verkündigung an Maria

Das Fest Verkündigung des Herrn - früher: Verkündigung der Gottesmutter, Fest Mariä Verkündigung - am 25. März ist ausgelöst vom Fest der Geburt Christi am 25. Dezember. Genau neun Monate zuvor memoriert die Kirche die Verkündigung des Engels an Maria und ihre Antwort: "Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast". Im 6. Jahrhundert in der Ostkirche gefeiert, wird das Fest im 7. Jahrhundert von der Westkirche übernommen.

Heute wird auch dieses Fest nicht mehr als Marien-, sondern als Herrenfest gerechnet. Der Charakter des Tages als Christusfest hält auch die evangelische Bezeichnung Tag der Ankündigung der Geburt des Herrn fest. Andere Bezeichnungen für diesen Tag: Frauentag als sie verbodescheftet wart, Frauentag der Verkündigung, Frauentag in der Fasten, Marien empfanginge in der vasten, Marien engelgruss, Merzmesse, Plogmariendach.

Passend zum Festtag wurde früher am Vortag, dem 24. März, des Verkünders und Engels Gabriel gedacht. Der Gedenktag wurde auf den 29. September verlegt. Da Christus als Sonne und aufgehendes Licht gedeutet wurde, galt Maria Verkündigung, wenn die Geburt Christi verheißen wird, als Tag der Wiedergeburt des Lichtes, was die Natur in ihrem Jahreslauf eindrucksvoll bestätigte.

Noch einmal werden Frühlingsbräuche ausgeübt. Zeitweise und in bestimmten Gegenden galt der Tag als eigentlicher Frühlingsanfang. Die zum Frühjahr aus dem Süden heimkehrende Schwalbe gilt als das der heiligen Maria und Gottesmutter gewidmete Tier.

Manfred Becker-Huberti
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